

Himmelkron - Gewinner-Doggen aus Himmelkron, sind im wahrsten Sinne des Wortes Sieger. Denn aus der Zucht von Karin Gewinner gingen schon Bundes-, Europa- und Weltsieger hervor. Vor 50 Jahren verlor sie ihr Herz an die sanften Riesen. Heute züchtet sie unter dem Namen "von der Bocksleite" in den Farben blau, gefleckt und schwarz.
Der Frankenpost erzählt sie, wie alles begann: "1961 brachte mein Vater eine Dogge mit nach Hause. Seither haben es mir die Tiere angetan." Und sie schwärmt weiter. "Die Dogge ist der Überhund. Es ist das sanfte Wesen, was mich begeistert." Drei Zuchthündinnen nennt sie derzeit ihr Eigen. Vor dem Haus haben die zwei Welpen Zampano und Zafira ihren Spaß. Bereits im Alter von neun Wochen haben sie eine beachtliche Größe. Mit ihrem seidigen Fell, den großen tapsigen Pfoten und den blauen Augen erobern sie das Herz jedes Besuchers im Nu. Die Augenfarbe wechselt später in Bernsteinfarben, erklärt die 62-Jährige.
Mit den Doggen toben Engelchen, eine aufgeschlossene französische Bulldogge und ihre zwei Welpen Anuschka und Ariel in der Sonne. Eine Mini-Rutsche hat das Interesse der Vierbeiner nun geweckt. Und tatsächlich die Kleinen rutschen zur Erheiterung und Verwunderung des Beobachters auf dem Spielzeug. Die beiden Doggen dürfen bleiben.
"Wir suchen uns die neuen Besitzer gezielt aus"

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Jetzt richtet die Züchterin den Blick auf den jungen Rüden. "Er bringt gute Anlagen mit", beurteilt sie ihn mit Kennerblick. Karin Gewinner züchtet seit 30 Jahren im Deutschen Doggen-Club und im Verband für deutsches Hundewesen. Sie erklärt: Wir halten uns an strenge Auflagen. Jede Hündin wird nur einmal im Jahr gedeckt. Sollte sie mehr als sechs Welpen werfen, verlängert sich je nach Wurfstärke die Schonzeit. Wir wollen die Hündinnen nicht ausbeuten."
Gewinner-Doggen sind über die halbe Welt verteilt. Die Züchterin hat Tiere unter anderem nach Amerika, Brasilien und nach China in die Deutsche Botschaft sowie in das europäische Ausland verkauft. Der Preis bewegt sich um die 1300 Euro pro Hund, gehandelt wird nicht, so die Züchterin.
Das ist gut so, denn die Tiere sollen nicht verramscht werden. "Wir suchen uns die neuen Besitzer gezielt aus", sagt Gewinner, die sich von jedem Tier sehr schwer trennt. Die Anschaffung eines solchen Vierbeiners muss gut überlegt sein, denn die Tiere werden sehr groß und im besten Fall 13 Jahre alt. Die Schulterhöhe eines Rüden beträgt bis zu 80 Zentimeter, informiert sie.
"Die Doggen müssen von Anfang an erzogen und sozialisiert werden sowie in der Familie integriert sein", sagt die 62-Jährige. Auch ihre eigenen Tiere dürfen abwechselnd mit in die Wohnung.
Erst heute Nacht hat Viva sechs Welpen auf die Welt gebracht. Dafür wurde im Wohnzimmer eine Wurfkiste eingerichtet. "Mein Lebensgefährte Simon Wunderlich hat sich die ganze Nacht um die Ohren geschlagen und ich habe ihn heute Morgen abgelöst", erzählt Gewinner.
"Ein Hund macht viel Freude, aber kostet auch Geld und macht Arbeit", warnt Karin Gewinner. "Die Zucht ist ein arbeitsintensives, aber schönes Hobby, wenn ich keine Dogge mehr halte, bin ich krank", sagt die Liebhaberin


